Yamaha XJ 900 S - Diversion
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So fing mein
Mopedfahrerleben an
Nach der wilden Mofa - und 50´er
Zeit und einem unverschuldeten Unfall mit 9 wöchigem
Krankenhaus-
aufenthalt wegen zersplittertem Oberschenkel, fuhr ich 16 Jahre
kein Moped mehr, bis ich 1997 in einem
Kaufhaus einen Roller sah und kurzentschlossen kaufte. So, wieder
auf den Geschmack gekommen,
machte ich Anfang 2000 den Führerschein der Klasse A. Gott sei
Dank durfte ich gleich, ohne
Einschränkungen, alles fahren was der Markt hergab. Einige
Maschinen kamen in die engere Wahl,
aber unser erstes Motorrad sollte eine für den Soziusbetrieb
tourentaugliche Maschine werden.
In Frage kamen dann nur noch wenige Modelle. Ausschlaggebend für
die Yamaha waren
erstens der günstige Preis und zweitens diverse Testberichte und
Info´s aus dem Internet.
. . . . . . 
"Zündapp ZD20" Mofa 1978 - 1979 . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . ."50 ccm KTM -
Comet" 1979 - 1981

50 ccm TGB - Roller 1997 - 2000
Am 02.06.2000 stand dann unser erstes
"richtiges" Bike vor der Tür.

Und ca. 2 Jahre später unsere
nächste Yamaha, die FJR 1300

Zur FJR 1300 Seite
XJ900 - Diversion
Hier einige technische Daten:
Hubraum : 892 ccm
Nennleistung : 66 kW (89,4 PS) bei 8250 Upm
5-Gang Getriebe
Kardanantrieb
Trockengewicht : 239 kg
zul. Gesamtgewicht : 470 kg
Tankinhalt : 24 l Normal - bleifrei
Höchstgeschwindigkeit nach Herstellerangabe : über 200 km/h
(Ich schaffe solo ca. 215 km/h und mit Sozius ca. 210 km/h)
Inspektionskosten & Zubehörpreise
am 23.6.00 1000´er
Inspektion bei km-Stand : 1895
259,69 DM (= 133 EUR)
Zündkerzen, Kupplung, Vorder- und Hinterradbremse und
Seitenständerschalter prüfen, Motor-, Kardanöl,
Motorölfilterwechsel,und Vergaser synchronisieren.
am 18.8.00 6000´er
Inspektion bei km-Stand : 7250
279,77 DM (= 143 EUR)
Kraftstoffleitungen, Zündkerzen, Luftfilter, Kupplung, Bremsen,
Räder, Reifen, Radlager, Schwingenlager, Lenkkopflager,
Schraubverbindungen am Fahrwerk, Seiten- und Hauptständer,
Seitenständerschalter, Teleskopgabel, Federbein, Umlenk-
und Übertragungshebel- Drehpunkte, Vergasereinstellungen
prüfen, und Motor- und Achsantriebsölwechsel.
am 23.02.2001
bei Louis Hepco & Becker Gepäckbrücke (196
DM = 100 EUR) und
45 Liter GIVI - Topcase (260 DM = 133 EUR) gekauft
am 03.03.2001 eine Baehr - Gegensprechanlage MKA Vario
installiert (630 DM = 322 EUR). Hervorragende Sprachqualität
am 10.03.2001 12000´er
Inspektion bei km - Stand : 11500
Kraftstoffleitungen und -Filter, Zündkerzen, Luftfilter,
Kupplung, Bremsen, Räder, Reifen, Radlager, Schwingenlager,
Lenkkopflager,
Schraubverbindungen am Fahrwerk, Seiten- und Hauptständer,
Seitenständerschalter, Teleskopgabel, Federbein, Umlenk-
und Übertragungshebel- Drehpunkte, Vergasereinstellungen prüfen
und Motorölwechsel inkl. Filter.
322,88 DM = 165 EUR
und ein neuer Reifen hinten (Dunlop K505 150/70/17 69V) inkl.
Montage 265 DM = 135 EUR
am 30.06.2001 bei km-Stand 17745 Bremsbeläge
hinten gewechselt (Lucas Beläge, ca. 50 DM = 25,60 EUR bei
Louis)
bei der Gelegenheit auch gleich noch die DOT 4 -
Bremsflüssigkeit ausgetauscht.
So bekommt man die hinteren Kolben auch besser zusammengedrückt.
Vorsicht, nicht verkanten !
am 7.8.2001 bei km-Stand 21000 Motor- und
Kardanölwechsel inkl. Filter, ca. 50 DM = 25,60 EUR.
(Motoröl = SAE 10 W 40 / Kardanöl = 80 W 90 GL 4 oder GL 5)
am 16.09.2001 bei km-Stand 22200 die Baehr - Vario gegen eine
Baehr - Tornado Gegenspechanlage (747 DM = 382 EUR)
ausgetauscht da diese Anlage mehr Automatikfunktionen hat. Diese
Anlage schaltet in 3 Stufen die Lautstärke hoch um
bei jeder Geschwindigkeit, auch über 200 km/h, eine gute
Verständigung zu erreichen. Im unteren Bereich werden
dadurch auch die Windgeräusche nicht mehr so sehr mitverstärkt.
am 22.10.2001 bei km-Stand 23380 Kerzen
gewechselt. Firma : NGK Type : DPR8EA-9
5,95 DM / Stück = 23,80 DM = 12,17 EUR bei Louis. Meine
Diversion scheint eine saubere Verbrennung zu haben.
Alle 4 alten Kerzen hatten am mittleren Isolator eine
gleichmäßig rehbraune Farbe.
am 04.02.2002 bei km-Stand 23939 beide Reifen
gewechselt. Jetzt umgestiegen auf Metzeler ME Z4.
Ein Erfahrungsbericht zu den neuen Reifen folgt nach den ersten
paar Kilometern !
Beide Reifen für 265 = 518,30 DM inkl. aufziehen und
auswuchten.
Bremsbeläge vorne gewechselt. Lucas- Beläge für 50 =
ca. 98 DM bei Louis.
Luftfilter gewechselt. Hein-Gericke = 17,95 = ca. 35,10 DM
Erfahrungen
und meine Meinung zur Diversion
und zu diversem Zubehör
1. gut fahrbare Maschine,
2. Bremsanlage gut, auch bei voll beladener
Maschine,
3. Sitzposition für Fahrer und Sozius einfach
Klasse, 400 km an einem Streifen kein Problem,
4. die vordere Gabel schlägt beim harten
Bremsen oder Schlaglöchern durch.
5. bei Fahrten auf der BAB wünscht man sich
einen zusätzlichen 6. Gang,
6. Verbrauch bei gemischter Fahrt (50 %
Landstrasse, 40 % Stadt und 10 % BAB) ca. 5,5 - 6,5 Liter / 100
km
7. Die Wartungsintervalle alle 6000 km liegen
meiner Meinung nach bei dieser Maschine viel zu eng beisammen,
hier traut sich Yamaha selbst nichts zu, oder man gönnt den
Werkstätten einen guten Verdienst ;-)
8. ich habe mir eine Griffheizung spendiert,
tolle Sache in den kühlen Herbstmonaten oder bei Regen.
Sollte zur Serienausstattung gehören !
9. Das Original Yamaha Koffersystem sieht zwar
gut aus weil die Blinker nicht versetzt werden müßen,
aber es bleibt für den Sozius auf den Fußrasten kaum Platz für
die Füße,
10. Die ersten 10.000 km sind abgespult. Keine
Probleme zu melden.
Nur einen Zwangshalt um einen Spiegel wieder anzuziehen ;-)
(Achtung, dafür kein Maulschlüssel beim Bordwerkzeug)
11. Hinteres Schutzblech demontiert. Sieht
einfach besser aus !
12. Die Hepco & Becker Gepäckbruecke steht
der Diversion sehr gut und ließ sich auch eiwandfrei montieren.
13. Die Baehr - Gegensprechanlage MKA-Vario ist
Ihr Geld wert. Auf längeren Touren kann man sich nun
mit seinem Partner rauschfrei unterhalten. Einziges Manko, die
Windgeräusche werden ab Tempo 100 sehr stark
verstärkt und nerven dann, deshalb habe ich mir einen Schalter
zum ausschalten der Anlage am Lenker montiert.
Die nachher gekaufte Anlage "Tornado" ist da schon
etwas besser. Aber den Schalter am Lenker braucht man immer noch.
14. Das GIVI-Topcase E450 Simply, welches ich
mir für unsere Schottlandtour zugelegt habe,
ist empfehlenswert. Mit 45 Liter Volumen kann man schon eine
Menge anfangen.
Und das schöne ist, es passen auch 2 Helme locker hinein.
15. Eine Verkleidungsschraube hatte sich
losgerappelt, dadurch kam es zu einem rasseln im Drehzahlbereich
um 3000 U/min. Ich habe die Verkleidungsscheibe demontiert, die
Gummibuchsen für die Scheibenbefestigung
herausgezogen, dann die 4 Befestigungsschrauben für die schwarze
Tachoabdeckung entfernt und dieses Kunstoffteil
abgezogen. Darunter kann man dann die Befestigungsschrauben der
Verkleidung sehen und anziehen.
16. Um den Ölfilter zu lösen habe ich mir
einen Filterschlüssel für 17 DM = 8,70 EUR bei Polo gekauft.
Aber die Dinger taugen
nichts wenn der Filter sehr fest sitzt. Viel einfacher löst man
ihn, wenn man einen Auspuffkrümmer entfernt.
Dazu die beiden Muttern am Zylinderkopf entfernen, eine Schraube
am Sammler lösen und das Krümmerrohr
herausziehen. Dann kann man den Filter mit einer Rohrzange packen
und losschrauben.
17. Die
Wechselintervalle für das Kardanöl scheinen ein wenig zu lang
zu sein wie ein XJ-Fahrer aus Essen
mir schrieb. Sein Öl war bei 20 TKM ziemlich versaut und an der
magnetischen Ablaßschraube klebte deutlich der Abrieb.
Ich habe deshalb auch einen Ölwechsel gemacht, aber bei mir war
es nicht so schlimm.
18. Die höhere Spoilerscheibe von MRA war bei
meiner Größe von 1,76m nicht unbedingt nötig. Allerdings meint
meine
Frau sie säße bei flotter Autobahnfahrt etwas ruhiger. Aber die
Originalscheibe sieht besser aus !
Fazit : ich habe die Scheibe wieder verkauft und bin zurück zum
Original...
19. Den hinteren Dunlop Reifen hätte ich
sicherlich noch einige Kilometer fahren können. Allerdings hatte
ich das
Pech mir eine Schraube einzufahren und da der vordere nach fast
24000 km sowieso runtergefahren
war und viele andere XJ-Fahrer auf den Metzeler Reifen schwören,
habe ich bei ca. 24000 km gewechselt.
Ich bin gespannt, ob ich mit den Metzeler - Reifen auch diese
Kilometerzahl schaffe und ob es wirklich
an den Dunlop´s lag, daß die Diversion in schnellen Kurven
ziemlich unruhig wurde. Ein Erfahrungsbericht folgt.
Die ersten 2500 km mit den Z4 sind gefahren.
Eindeutig besser als die Dunlop - Bereifung !!
Der Angstrand schwindet bei diesen Reifen sehr schnell. Jetzt
noch andere Gabelfedern und dann
ist die Diversion wohl auch etwas flotter ganz gut zu fahren.
20. Da ich mit den
Lucas-Bremsbelägen hinten zufrieden bin, habe ich den
Reifenwechsel genutzt und auch gleich vorne
die Originalbremsbeläge gegen welche von Lucas getauscht. Die
Original Yamaha Beläge hätten aber vorne
sicherlich noch die 27000 km geschafft.

Tipps
zum Winterschlaf
1. Öl- und Ölfilterwechsel
machen, da gebrauchtes Öl aggressive Verbrennungsrückstände
enthält,
2. Benzinhahn schließen und Schwimmerkammern der Vergaser
leerlaufen lassen,
3. Tank vollmachen, verhindert Korrosion im Tank,
4. Lack und Chrom mit einer Wachsschicht überziehen, vorher
Lackschäden ausbessern,
5. Etwa einen Teelöfel Motoröl in jeden Zylinder und dann
den Motor ohne Zündkerzen ein paarmal durchdrehen lassen,
6. Reifendruck um ca. 0,3 bar erhöhen,
7. Moped aufbocken und darauf achten, daß beide Reifen den Boden
nicht berühren,
8. Bremsscheiben und Bremssättel abdecken,
9. Federung / Dämpfung auf geringste Vorspannung einstellen,
10. Auspufföffnungen mit Korken oder Plastiktüten
verschließen,
11. Batterie ausbauen und an einem kühlen und trockenem Platz
lagern. Gelegentlich aufladen oder
ständig an ein automatisches Ladegerät hängen.
TOURBERICHTE
mit der XJ900S Diversion
Unsere
erste große Tour nach Schottland |
||
Den
Rhein hinauf bis zum Bodensee. |
Nette Treffpunkte &
Gaststätten
Restaurant
Sehnaz´ in Kierspe an der Kölner Str. 159
eine freundlichere
Chefin haben wir in noch keinem Lokal angetroffen und das Essen
ist sehr zu empfehlen.
Sehnaz freut sich wirklich über jeden motorradfahrenden Gast in
ihrer umgebauten Tankstelle. Viele überdachte Sitzgelegenheiten,
so daß man auch bei einem Schauer noch draußen bleiben kann.
Genügend Parkplätze gibt es auch.
Gasthof zur Linde
in Otterndorf an der Müggendorfer Str. 88 (Nähe Cuxhaven)
wer einmal in der
Nähe von Cuxhaven günstig übernachten und hervorragend essen
will, sollte im "Gasthof zur Linde" absteigen.
Der Wirt ist 25 Jahre als Koch zur See gefahren und es schmeckt
bei Ihm hervorragend. Er ist selbst Mopedfahrer und hat extra
hinter
seinem Gasthof eine Partygelegenheit und eine kleine Zeltwiese
eingerichtet.
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Tipps und Tricks von Petra. Das
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